Salzlecken aufstellen und befüllen - was ist wichtig?
Salzausbringung - wann ist der richtige Zeitpunkt?
Wildtiere decken ihren Mineralstoffbedarf größtenteils über natürliche Äsung. Doch durch intensive Wiesenpflege und häufiges Mähen verschwinden viele Wildkräuter, die wichtige Nährstoffe liefern. Das führt bei Reh, Rot- und Schwarzwild zu Mineralstoffmangel und genau hier kommen Salzlecksteine ins Spiel.
Warum Salz für Wild so wichtig ist:
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Deckt den Bedarf an Mineralstoffen und Spurenelementen (z. B. Zink, Selen, Eisen, Kupfer)
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Unterstützt Haarwechsel, Fruchtbarkeit und Milchproduktion
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Fördert Knochen- und Geweihwachstum sowie Blutbildung
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Stärkt Verdauung, Immunabwehr und natürliche Widerstandskraft
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Bindet Wild an bestimmte Gebiete – nützlich für Revierführung
Möglichkeiten der Salzausbringung im Jagdrevier
Für die Versorgung von Wild mit Mineralstoffen und Spurenelementen gibt es verschiedene Formen von Salz, die sich je nach Revier, Jahreszeit und Bedarf einsetzen lassen. Klassische Salzlecksteine sind in unterschiedlichen Varianten erhältlich:
- der Biosaxon Bergkern,
- der Alpenleckstein (100 % Steinsalz, z. B. im Lagerhaus erhältlich) oder
- gepresste Salzlecksteine aus reinem Siedesalz, meist weiß und sehr rein.
Spezielle Wildlecksteine enthalten neben Salz zusätzlich wichtige Mengenelemente wie Calcium oder Phosphor, um gezielt die Gesundheit von Reh- und Rotwild zu unterstützen. Ergänzend können Salzpasten oder loses Viehsalz ausgelegt werden, je nach Revierbedingungen und Vorlieben des Wildes. So lässt sich die Mineralstoffversorgung flexibel an die Bedürfnisse der Tiere anpassen.

Das Besondere am Biosaxon Bergkern
- Universeller Leckstein für alle Wildtiere
- Reine rosa/weiße Farbe entspricht für 100% reines Salz, z.T. mit Einschlüssen
- Ausgleich von Elektrolytverlusten
- Vielseitig einsetzbar
- Wetterbeständig
- Natursalzstein in unterschiedlichen Größen
- Geeignet für Rehwild, Rotwild, Damwild, Gamswild
Richtiger Zeitpunkt und Ausbringung der Salzlecksteine
Der optimale Zeitpunkt für Salzlecken ist das Frühjahr, insbesondere März und April ist die Haupthegezeit zum Anlegen oder Auffüllen der Lecksteine. Nach dem Winter und während des Haarwechsels sowie beim Verfegen der Geweihe benötigt das Schalenwild besonders viele Mineralien.
- März: Beginn der Hegemaßnahmen
- April/Mai: (Trage- und Säugezeit) Unterstützung beim Setzen der Kitze und Haarwechsel
- Herbst: Auffrischung sinnvoll, aber nicht zu spät
- Winter: Salzlecksteine idealerweise Anfang Oktober entfernen und erst im Frühjahr wieder ausbringen, um übermäßige Aufnahme zu vermeiden
Praktische Hinweise zur Salzleckstelle und Tipps zur Ausbringung
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Pro 25 ha Waldfläche mindestens ein Leckstein
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Standort: nahe Wasserquelle, an häufig genutztem Wildwechsel
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Salz macht durstig → immer Wasser bereitstellen!
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Standorte: Trockene Plätze, z. B. auf Baumstümpfen, Wurzelstöcken oder als Stangensulze in ca. 1,50 m Höhe
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Menge: 100–200 g pro Leckstein genügen meist, um Wild anzulocken
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Häufigkeit: Ganzjährig verfügbar halten, Schwerpunkt auf Frühjahr und Sommer
Achtung im Winter
- Bei starken Minustemperaturen Wasserquellen oft zugefroren
- Wild kann Salz dann nur eingeschränkt aufnehmen
- Lecksteine nur aufstellen, wenn flüssiges Wasser jederzeit verfügbar
- Bei Dauerfrost: Salzlecksteine abbauen oder nicht nachfüllen
Merksatz:
Wo Salz ist, muss auch Wasser sein!
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Aktualisiert am 11. Februar 2026









